Begegnungen

Die Seele reist langsamer als der Körper. Diese wahnsinnig schlaue Beobachtung hat mein Lieblingsschriftsteller Helge Timmerberg angestellt. Timmerberg ist mit 17 das erste Mal von Deutschland nach Indien getrampt und seitdem in irgendeiner Form immer unterwegs gewesen. Heute ist er knapp 60. Er muss es also wissen. Auch ich kenne das Gefühl, zwar physisch an…

How to be vegan and not lose your friends

Ich liebe ja persönliche Experimente und Herausforderungen (s. beispielsweise meine Meditations-Challenge). Diesmal wollte ich für die Fastenzeit wissen, ob ich wirklich komplett vegan leben könnte. Zugegebenermaßen bin ich nicht von Null gestartet – ich lebe eigentlich bereits seit gut zwei Jahren schwerpunktmäßig vegan. Aber eben nur schwerpunktmäßig. Ein Käsebrot hier, ein Stück Kuchen da… ein bisschen Flexibilität habe ich mir immer bewahrt. Wie aber würde es sich anfühlen, die letzten Meter auch noch zu gehen? Und welche Auswirkungen hat es eigentlich auf sein soziales Umfeld, wenn man vegan wird? Diesen und vielen anderen Fragen bin ich mal nachgegangen…

Wenn alles möglich ist

Es gibt Nächte, die nie enden wollen und in denen bis zuletzt alles möglich scheint. Wenn man in so einer Nacht aus dem Club oder von einer Party kommt, weiß man mit absoluter Sicherheit, dass jetzt noch was geht. Am Himmel fließt schon das erste Morgenblau über das Nachtschwarz, aber es fühlt sich nicht an,…

Iss jeden Tag Kuchen!

Mit Lebensweisheiten ist das ja so eine Sache. In der Regel bekommt man sie ungefragt mitgeteilt und meistens in genau den Momenten, in denen man so gar kein offenes Ohr dafür hat. Selber Lebensweisheiten zu verteilen, ist moralisch gesehen aber noch viel schwieriger. Darf man überhaupt seine persönliche Sicht der Dinge als Richtschnur für das…

When in Rome…

Im Englischen gibt es das schöne Sprichwort „When in Rome, do as the Romans do!“. Soll heißen: Wenn du irgendwo bist, wo du dich nicht auskennst, mach einfach das, was die Einheimischen machen, das wird schon passen. Im übertragenen Sinne bedeutet das Sprichwort aber noch viel mehr. Es geht darum, sich ganz auf eine Situation…

Der beste Ort, an dem man heute sein könnte

Ich sollte heute eigentlich am Mount Wakakusa in Nara, Japan, sein. Sagt zumindest das Buch „The Best Place to be Today“. Die Autoren aus dem Lonely Planet-Verlag haben darin für jeden Tag des Jahres einen speziellen Ort oder ein Event aufgelistet – sollte man mal spontan nicht wissen, was man mit dem vor einem liegenden…

Die gestohlene Zeit

Die gestohlene Zeit tropft, tropft, tropft verrinnt Sandkorn um Sandkorn. Wieviel bleibt noch? Schau nicht hin. Denn sonst vergeht sie schneller. Schau in mich. Bleib noch. (Bild: London, Worte: Düsseldorf)

Kaffee oder Karma?

„Glaubst du an Karma?“, fragte mich mein Kaffeemann Georg neulich. Es war 8 Uhr morgens, ich war auf dem Weg zur Arbeit und todmüde. Ich blickte ihn an und versuchte mich daran zu erinnern, was ich zuletzt gesagt hatte. Noch vor wenigen Sekunden war ich komplett auf den großen Café Crema fokussiert gewesen, den er…

Heidi mit dem jungen Gesicht

(Harten) Alkohol gibt es in den USA nur in Liquor Stores. Jack, Johnny & Co. sind in den meisten Supermärkten nicht willkommen. Diese führen in der Regel lediglich eine kleine Auswahl an Bier in Sechserpacks und – je nach Bundesstaat – ein mehr oder weniger umfangreiches Weinsortiment. Will der dürstende Reisende ein etwas ausgefalleneres alkoholisches…

Beautiful burgers and great tap water

Der nachfolgende Dialog hat sich wirklich so zugetragen. An einem Mittwochabend in einem „Bar & Grill“ in Südkalifornien: Waiter: „Hi Ladies, how are we doing tonight?“ Wir: „Fine, thanks.“ Waiter (völlig ernst): „Awesome!!!“ (wir schauen etwas konsterniert) Waiter again: „What can I get you Ladies to drink?“ Wir: „Just some tap water, please.“ Waiter (hellauf…