Was London und Mary Poppins gemeinsam haben, oder: Eine Lektion in Achtsamkeit

Von Anfang an war klar: Mein Abenteuer London würde ein Ende haben. Doch als dieses dann tatsächlich näher rückte, verfiel ich in Panik. Und ich meine: echte, richtig schlimme Panik. Ich konnte nächtelang nicht schlafen, weil mein Herz so wild hämmerte wie nach einem Vodka-RedBull-Exzess. Tagsüber wurde mir das Herz schwer, wenn ich eine Straße…

Zehn Dinge, die man nur macht, wenn man in London lebt

Ob man’s will oder nicht, seine Umgebung färbt auf einen ab. Nach gut drei Monaten in London ertappe ich mich bei immer mehr Dingen, die ich vorher nie gemacht, gesagt oder gedacht hätte. Langsam kann ich mich wohl als angehende Britin ausweisen, auch wenn es immer noch genug Situationen gibt, in denen ich einfach nicht…

Lass uns über’s Wetter reden!

Wahrscheinlich kann man Kulturen erst dann wirklich verstehen, wenn man in ihnen lebt. Ganz sicher ist das so. Zwar maße ich mir nicht an, nach nur drei Wochen im Lande die Briten in all ihren Facetten zu verstehen (ehrlicherweise verstehe ich ja noch nicht mal die Deutschen), dennoch erschließen sich mir einige Dinge, die mir…

Less is more

Mittlerweile lebe ich bereits seit fast drei Wochen in London, und dass ich darüber noch nichts zu Papier gebracht habe liegt keinesfalls daran, dass hier zu wenig passiert ist. Vielmehr ist das komplette Gegenteil der Fall. Seitdem ich in Heathrow aus dem Flugzeug gestiegen bin, bin ich in einer Art dauerhaftem Hellwach-Alarm-Achtung, aufpassen!-Zustand. Alles ist…

Affenzirkus

Ich befinde mich in einem Zustand zwischen Schwere und Leichtigkeit. Meine Körperrückseite verbindet sich mit der Erde, meine Vorderseite öffnet sich dem Universum. Sagt zumindest die Stimme, die zu mir spricht, während ich in Savansa, der reglosen „Totenhaltung“, auf meiner Yogamatte liege. Die Stimme gehört meiner Yogalehrerin und wie immer fordert es mir alles an…

Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Aber man kann ja trotzdem strahlen.

Es gibt Dinge, die sind in der Theorie um einiges cooler als in der Praxis. Schwimmen im Mondschein beispielsweise (von pechschwarzem Wasser umgeben zu sein ist nämlich verdammt unheimlich), Mom-Jeans (stehen wirklich niemandem!) oder den Spiegel jede Woche von vorne bis hinten durchlesen (benötigt nachgewiesenermaßen so viel Zeit, wie ein kompletter Roman). Alles im Grunde…

Schlaflos im Kaffeeland

Beiersdorf ist schuld daran, dass ich diese Woche mit tiefen Augenringen herumlief. Vor einiger Zeit nämlich hatte der Konzern mein präferiertes Körperpeeling der Marke Nivea aus dem Programm genommen, mich seitdem ohne adäquaten Ersatz zurückgelassen. Wer jetzt bereits an dieser Stelle den Kopf schüttelt und sich fragt, was um Himmels Willen ein Körperpflegeprodukt mit Augenringen…

Meine Woche in 500 Worten

Es gibt ein herrliches Lied von Thees Uhlmann, dem Sänger der norddeutschen Band Tomte. Vor ein paar Jahren hat dieser eine Solokarrierre gestartet, seitdem zwei Alben rausgebracht und auf dem ersten der beiden den Song „17 Worte“ veröffentlicht. Der Refrain des Liedes geht so: Meine Wahrheit in 17 Worten: Ich hab‘ ein Kind zu erziehen,…

Wenn alles möglich ist

Es gibt Nächte, die nie enden wollen und in denen bis zuletzt alles möglich scheint. Wenn man in so einer Nacht aus dem Club oder von einer Party kommt, weiß man mit absoluter Sicherheit, dass jetzt noch was geht. Am Himmel fließt schon das erste Morgenblau über das Nachtschwarz, aber es fühlt sich nicht an,…

Iss jeden Tag Kuchen!

Mit Lebensweisheiten ist das ja so eine Sache. In der Regel bekommt man sie ungefragt mitgeteilt und meistens in genau den Momenten, in denen man so gar kein offenes Ohr dafür hat. Selber Lebensweisheiten zu verteilen, ist moralisch gesehen aber noch viel schwieriger. Darf man überhaupt seine persönliche Sicht der Dinge als Richtschnur für das…

When in Rome…

Im Englischen gibt es das schöne Sprichwort „When in Rome, do as the Romans do!“. Soll heißen: Wenn du irgendwo bist, wo du dich nicht auskennst, mach einfach das, was die Einheimischen machen, das wird schon passen. Im übertragenen Sinne bedeutet das Sprichwort aber noch viel mehr. Es geht darum, sich ganz auf eine Situation…

Die gestohlene Zeit

Die gestohlene Zeit tropft, tropft, tropft verrinnt Sandkorn um Sandkorn. Wieviel bleibt noch? Schau nicht hin. Denn sonst vergeht sie schneller. Schau in mich. Bleib noch. (Bild: London, Worte: Düsseldorf)