Die Alchimistin, oder: Raw Strawberry Cheesecake

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Was beim Backen und Kochen passiert, grenzt für mich manchmal an Zauberei. Oder wie ist es sonst zu erklären, dass aus eingeweichten Cashewkernen und wenigen weiteren Zutaten der cremigste und köstlichste Käsekuchen werden kann, den ich seit langem gegessen habe?!? Wie ein Alchimist komme ich mir vor – mir ist es gelungen, essbares Gold zu erschaffen!

Lange Zeit habe ich mich nicht an Raw Cheesecakes herangetraut, aber nachdem der Knoten einmal geplatzt war, bin ich jetzt ganz wild darauf, möglichst viele Variationen auszutesten.

Passend zum ersten richtig warmen Wochenende für dieses Jahr gab es daher letztens einen frühlingshaften Strawberry Cheesecake. Wie bei fast allen Raw Cheesecakes muss man die Vorbereitung einen Tag vorher beginnen (sorry, leider nix mit spontan): Die Cashews müssen über Nacht einweichen und in diesem speziellen Falle muss zusätzlich eine Dose Kokosmilch für mindestens 10 Stunden in den Kühlschrank.

Beim Boden habe ich mich von einen Food Pairing-Klassiker inspirieren lassen: Erdbeeren und Basilikum! Folglich finden sich hier neben Nüssen und Datteln einige fein gehackte grüne Blättchen wieder, die durch ihre kräuterige Süße schön mit den fruchtigen Cheesecake-Creme harmonieren. Wem das hier alles zu verrückt klingt, der kann das Basilikum aber auch einfach weglassen.

Das ultimative Finish für den Kuchen ist eine kalt gerührte Beerensauce (nach Belieben entweder aus Erdbeeren oder Himbeeren), die dem Ganzen nochmal einen perfekt fruchtigen Kick gibt, und auf die ihr nicht verzichten solltet!

Enjoy!

Annie

PS: Apropos Alchimist: Hier noch ein Zitat aus Paulo Coelhos gleichnamigen Buch – zum drüber Nachdenken, während der Kuchen im Eisschrank fest wird ;-)

Ich bin wie alle Menschen. Ich sehe die Welt so, wie ich sie gerne hätte, und nicht, wie sie tatsächlich ist.

Paulo Coelho, Der Alchimist

 

Raw Strawberry Cheesecake (vegan)

Für den Boden:
100g Mandeln
50g Paranüsse
12 entsteinte Datteln
1 EL Kokosöl
1 Handvoll fein gehackte Basilikumblättchen (nach Belieben)
1 Prise Meersalz

Für die Cheesecake-Masse:
200g Cashews (über Nacht in Wasser eingeweicht)
200g tiefgefrorene Erdbeeren, aufgetaut
oder 250g frische, reife Erdbeeren
200ml Kokoscreme (die feste Masse von einer Dose Kokosmilch -> über Nacht im Kühlschrank aufbewahrt, damit sich der feste Teil auf dem Kokoswasser absetzt)
6 EL Agavendicksaft (mehr nach Belieben)
3 EL Zitronensaft (mehr nach Belieben)
4 EL Kokosöl (flüssig)
1 TL Vanille-Extrakt oder 1 Päckchen Vanillezucker
evtl. 1/2 TL rote Beete-Pulver zum Verstärken der Farbe

Für die Beerensauce:
200g Erdbeeren
oder 200g Himbeeren
1 EL Kokosblütenzucker
1 Spritzer Zitronensaft

Am Vorabend: Cashews in einer großen Schüssel mit kaltem Wasser bedecken, abdecken und über Nacht ziehen lassen. Die Dose Kokosmilch in den Kühlschrank stellen.

Am nächsten Tag: Eine Tarteform mit ein wenig Kokosöl einfetten oder mit Backpapier auslegen. Ich habe für dieses Rezept eine längliche Form genutzt, eine runde [Durchmesser 20cm] geht aber natürlich genauso.

Für den Boden Nüsse, Datteln, Meersalz und Kokosöl im Mixer auf der Pulsstufe so lange verarbeiten, bis eine krümelige Masse entsteht. Die gehackten Basilikumblättchen (falls verwendet) hinzugeben und noch einmal mischen.

Masse in die Form geben, gleichmäßig verteilen und festdrücken, so dass ein kompakter Boden entsteht. Die Form ins Gefrierfach stellen, damit der Boden durchkühlen kann.

In der Zwischenzeit das Einweichwasser der Cashews abschütteln, die Kerne noch einmal mit klarem Wasser abspülen und abtropfen lassen. Frische Erdbeeren waschen, putzen und halbieren. Die Kokosmilch aus dem Kühlschrank nehmen und das flüssige Kokoswasser abschütten, so dass nur die feste Kokoscreme übrig bleibt (das Kokoswasser kann man beispielsweise für Smoothies weiter verwerten).

Alle Zutaten für die Füllung in einen leistungsfähigen Mixer geben und so lange verarbeiten, bis eine cremige Masse entsteht.

Boden aus dem Gefrierfach nehmen und die Cheesecake-Masse mit einem Spatel darauf gleichmäßig verteilen. Zurück ins Gefrierfach geben und für mindestens 4 Stunden fest werden lassen.

Für die Beerensauce gewaschene und geputzte Erdbeeren oder Himbeeren mit 1 EL Kokosblütenzucker (oder Zucker nach Belieben) sowie im Falle der Erdbeeren 1 Spritzer Zitronensaft fein pürieren. Bis zur Verwendung kühl stellen.

Zum Servieren den Kuchen etwa eine halbe Stunde vorher aus dem Gefrierfach holen und im Kühlschrank leicht antauen lassen. In Stücke schneiden und mit Erdbeer- oder Himbeersauce anrichten.

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